Ein vergessenes Projekt

In Kindsbach befindet sich ein ca. 2,5 ha großer NATO-Bunker (Air Defense Operations Center - Kindsbach) der 1992 im Rahmen der Konversion bislang militärisch genutzter Flächen für die zivile Nutzung freigegeben wurde. 

Geschichte

In den 20er Jahren wurde von der Firma Formsandwerke Ludwigshafen am Rhein ein Gelände in Kindsbach erworben. Im Zuge des Westwallausbaues wurden 1937 Teile dieses Geländes von der Deutschen Wehrmacht beschlagnahmt, in deren Auftrag eine große Bunkeranlage gebaut wurde. Die Anlage diente zunächst lediglich als Lager für Flugabwehrmunition. Der östliche Teil der Stollen diente in den letzten Kriegsjahren als Luftschutzbunker für die Bevölkerung. Nach Kriegsende wurde die Anlage von französischen Truppen besetzt. Im Rahmen des Ausbaues des Flugplatzes Ramstein übernahmen 1951 die Amerikaner die Anlage, renovierten sie und erweiterten sie im westlichen Bereich. 1954 wurde die Anlage von der US Air Force übernommen und als Überwachungs- und Steuerzentrale, unter anderem für den Flugplatz Ramstein, genutzt. Ende der 60er/Anfang der 70er Jahre wurde die wichtige NATO - Luftverteidigungsanlage mit ungefähr 200 Personen betrieben. In den 80er Jahren wurden einzelne Aufgabenbereiche mehr und mehr in die Bunkeranlage nach Ruppertsweiler verlagert, bis schließlich nur noch eine Kernmannschaft die Anlage betrieb. Nach Ende des kalten Krieges wurde der Erbpachtvertrag gekündigt.

Zusätzliche Infos:

- Bauplan
- Geschichtlicher Hintergrund
- Fotoimpressionen

Die Besichtigung des ehemaligen NATO-Bunkers ist nur im Rahmen einer Führung möglich. Nicht geeignet ist die Besichtigung für Kleinkinder, Schimmelallergiker und Personen mit Klaustrophobie. Bei Interesse bitte den Veranstalter bzw. den Eigentümer kontaktieren:

 

Wolfgang Würmell
E-Mail: wwuermell@t-online.de
Tel. +49 (0) 63 71 / 177 92
Mobil: +49 (0) 17 2 / 937 54 10

 

Mindestteilnehmerzahl:
10 Personen
Preis: 8 € / Person