Burgruine Gräfenstein

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Ein Juwel aus der Stauferzeit

In der Südwestpfalz, hoch über dem Ferienort Merzalben, thront die Burgruine Gräfenstein, Namenspatronin der Urlaubsregion „Gräfensteiner Land“. Von hieraus wurden im Mittelalter die umliegenden Gemeinden, die sich jetzt wieder zur Verbandsgemeinde Rodalben zusammengefunden haben, verwaltet.
Sie ist eine der am besten erhaltenen Burgruine der Pfalz. Die vermutete Bauzeit lag etwa im 12. bzw. 13. Jahrhundert. Einzigartig in Deutschland ist der siebeneckige Bergfried.
Eine erste urkundliche Erwähnung fand die Burg Gräfenstein in einer Erbteilung unter den Junggrafen Friedrich III. und Emich IV. aus dem zweiten Haus Leiningen.
1425 wurde die Burg in den Bauernaufständen zerstört, wieder aufgebaut, ist sie im 30 jährigen Krieg (1635) aus „Ohnvorsichtigkeit der kayserlichen Parteyen, die darin Posto gefasst, in Brand geraten und eingeäschert worden“. Die Burg Gräfenstein wurde nie mehr aufgebaut. Vom Turm hat der Besucher eine herrliche Aussicht über das Biosphärenreservat Pfälzerwald/Nordvogesen. Von der anfänglichen Dunkelheit in Turm darf man sich allerdings nicht abschrecken lassen.
Ein besonderer Tipp: Am ersten Wochenende im September findet hier im Rahmen eines Burgfestes ein „Mittelalter Spectaculus“ statt, bei dem alte Handwerkskunst gezeigt wird und Gaukler, Spielleute und „viel fahrendes Volk“ die Gäste unterhält.

Vom Parkplatz „Schäferei“ ist die Burgruine in wenigen Gehminuten zu erreichen.