Biosphärenreservat Bliesgau
Zum Zentrum gehören:
Das Biosphärenreservat Bliesgau ist geprägt durch wertvolle Streuobstbestände,
artenreiche Wiesentypen, ausgedehnte Buchenwälder und der von der Blies durchzogenen Auenlandschaft. Im Vergleich zu den anderen deutschen Bisophärenreservaten
ist der Bliesgau mit seinem Verdichtungsraum im Norden und einer Bevölkerungsdichte über dem Bundesdurchschnitt (311 Einw./km2) recht städtisch geprägt und gerade dieser
Umstand macht uns weltweit als Biosphärenreservat einmalig.
Eine Besonderheit des Biosphärenreservates Bliesgau liegt in der Vielfalt der Landschaft mit einem Ineinandergreifen verschiedener Groß- und Kleinstlebensräume.
Diese Landschaft der sanften Hügel ist durch eine jahrtausendelange menschliche Nutzung geprägt und u. a. dadurch Lebensraum vieler seltener Tier- und Pflanzenarten geworden. Bezogen auf das Saarland gibt es hier die größte Dichte an bedrohten Arten und Lebensraumtypen. Der Bliesgau beherbergt ca. 80 Prozent des gesamten
Vorkommens des vom Aussterben bedrohten Steinkautzes, die Population des
Skabiosenscheckenfalters ist besonders hoch und auf den Muschelkalkböden kann man nahezu die Hälfte der in Deutschland vorkommenden Orchideenarten bewundern.
Diese Schätze gilt es zu bewahren. Ein solches Projekt ist beispielsweise das
Naturschutzgroßvorhaben „Saar-Blies-Gau/Auf der Lohe“, das ohne Zweifel als
„Tafelsilber“ des Biosphärenreservates bezeichnet werden kann.
In der heutigen Zeit ist unsere Kulturlandschaft vor allem durch die Aufgabe der
Nutzung unwirtschaftlicher Flächen bedroht. Zusammen mit der Landwirtschaft sind Wege zu deren Erhalt zu entwickeln.













